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Fliegende Superkids in Aarhus: Wenn 40 junge Menschen Sie in eine Gemeinschaft mitnehmen

Veröffentlicht: 19.05.2026
Ein Junge schlägt bei der Flying Superkids-Show Saltos über das Trampolin, während eine Gruppe Kinder in bunter Alltagskleidung tanzt und jubelt.
Von: Christina Hazelden - Foto: Flying Kids - Bezahlte Zusammenarbeit mit Flying Superkids

Du findest deinen Platz im Zelt. Die Kinder sitzen neben dir und können nicht stillsitzen. Das Licht wird leise gedimmt. Ein Rascheln geht durch die Reihen, dieses besondere Rascheln, das nur kurz vor Beginn einer Vorstellung zu hören ist, und du spürst es selbst, obwohl du erwachsen bist. Du sitzt direkt neben der Bühne. Sie ist so gebaut, und es gibt keine schlechten Plätze. Du bist so nah dran, dass du die Gesichter der Kinder sehen kannst, wenn sie einzeln hereinkommen.

Flying Superkids startet

Das Erste, was einem auffällt, sind nicht die vielen Kunststücke in der Luft. Es ist die Freude, die die Turnerinnen ausstrahlen, denn sie ist absolut authentisch. Sie lächeln sich an, schubsen sich in den Pausen zwischen den Nummern, eine lässt etwas fallen und hebt es sofort wieder auf, ohne dass der Ablauf gestört wird. Es ist keine einstudierte Freude. Es ist die Art von Freude, die man nur empfindet, wenn man so lange gemeinsam an etwas gearbeitet hat, dass daraus eine lebenslange Freundschaft entstanden ist.
Die Kinder klatschen, und ein Elternteil neben Ihnen sitzt mit offenem Mund da. Es ist die Art von Abend, an den sich jeder erinnert.

Flying Superkids treten im Paladsteltet in Aarhus mit Sprungnummern, Feuerwerk und vor vollem Publikum im Saal auf.

Hinter der Freude verbirgt sich ein Bauernhof in Aarhus V

Diese Show ist kein Zufallsprodukt. Sie hat ihren Ursprung auf einem Bauernhof in Aarhus V, wo Lars Godbersens Vater in den 80er-Jahren einen stillgelegten Hof kaufte und ihn in ein Trainingszentrum umbaute. Dort lebt die Familie. Dort trainieren über 40 junge Turnerinnen und Turner. Dorthin reisen Josefine, die Choreografin, und Jens, der technische Leiter, mit ihren beiden Kindern im Wohnwagen, wenn die Show aufgeführt wird. Dort werden Windmühlen, Flip-Flops und Krafttraining Woche für Woche, das ganze Jahr über, geübt.

Wenn man an einem ganz normalen Nachmittag die Tür des Turnzentrums (Gymnastikgården) durchschreitet und die Halle des Vereins betritt, trifft man auf eine Gruppe junger Leute beim Üben. Man hört sie lachen und sich amüsieren. Einer erklärt, was schiefgelaufen ist. Ein anderer ahmt es nach, und dann lachen sie gemeinsam. Dieses Lachen begleitet einen später im Sommer bis ins Zelt. Es verstummt nicht, wenn die Bühnenlichter angehen, und man spürt es als Zuschauer bis weit hinter die Bühne.

Das Unvollkommene ist schön

In ihrer diesjährigen Show haben die Flying Superkids bewusst etwas kultiviert, das sie selbst als Unvollkommenheit bezeichnen. Lars Godbersen spricht darüber, wie schwierig es sein kann, an etwas dranzubleiben, dessen Erlernen Zeit braucht. Kinder sind heutzutage an schnelles Handeln gewöhnt. Ein Computerspiel gibt sofortiges Feedback. Eine Serie ist von der ersten Sekunde an spannend und fesselnd. Und dann muss man plötzlich in einer Turnhalle stehen und immer wieder dieselbe Windmühle üben, bis der Körper sie verinnerlicht hat. Das erfordert Geduld, und genau da möchte Gymnastikgården die Kinder erreichen.

Sie zeigen den Kindern, dass es toll ist, etwas zu können, das man geübt hat. Dass dabei auch mal etwas schiefgehen kann und dass das zum Lernprozess dazugehört. Es ist die Art von Erfahrung, die einem ein unbeschreibliches, leicht beklemmendes Gefühl beschert, wenn man das Zelt verlässt.

Zwei junge Turnerinnen machen einen Rückwärtssalto über die Bühne, während der Rest des Flying Superkids-Teams lacht und in roten und blauen Lichtern zum Publikum gestikuliert.

Es kommt von ihnen selbst.

August ist 20 Jahre alt und Mitglied der Flying Superkids. Er trainiert seit zehn Jahren im Gymnastikgården und gehört mittlerweile zu den Ältesten im Team. Früher habe er sich viele Gedanken gemacht, wenn er Fehler gemacht habe. Heute sehe er das ganz anders, sagt er lächelnd.

„Wenn ich scheitere, dann habe ich es geschafft. Dann sieht man erst, wie schwierig es wirklich ist. Damit nicht alle denken, es sei alles inszeniert. Manchmal bekommt man sogar ein größeres Kompliment fürs Scheitern als fürs Gelingen.“

Er erzählt es, als wäre es das Normalste der Welt. Und das ist vielleicht der wichtigste Satz, den man aus der Sendung mitnehmen wird. Ein junger Mensch, der gelernt hat, dass Hinfallen und Wiederaufstehen ein natürlicher Teil des Lebens sind.

August erzählt auch von den Reisen, wenn sie mit ihren Shows unterwegs sind. Von den Reisen, auf denen man sich erst richtig kennenlernt, denn im Training ist man ja nach Alter aufgeteilt, aber auf der Reise ist man altersübergreifend zusammen. Die Großen sind mit den Kleinen zusammen. Es entstehen Freundschaften, die alle bis ins Erwachsenenalter begleiten.

Der Superkids-Effekt

Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl ist kein Zufall. Lars nennt es den Superkids-Effekt. Es ist etwas, das dieses Team bewirken kann. Einer für alle, alle für einen. Im Großen wie im Kleinen. Es entsteht, wenn etwas schwierig ist und die Jugendlichen es gemeinsam lösen müssen.

„Die hier geknüpften Bindungen sind Freundschaften fürs Leben.“

Er erzählt von drei Freunden, die sich im Turnverein kennengelernt und gemeinsam ein Unternehmen gegründet haben. Sie sind immer noch Freunde und mittlerweile Geschäftspartner. Sie finden Lösungen, wenn es mal schwierig wird. Denn genau das haben sie in ihrer Zeit als Turner bei den Flying Superkids gelernt.

Zwei Turnerinnen der Flying Superkids fliegen in goldenen Kostümen horizontal durch die Luft, während das Team sie mit rotem Bühnenlicht anfeuert.

Was erwartet dich im Zelt?

Sie haben das riesige Zelt selbst aufgebaut. Es ist das einzige in Nordeuropa, in dem keine Masten zu sehen sind. Es ist wie ein Amphitheater gebaut, und die Sitzplätze sind zur Bühne hin ausgerichtet. Mobile Bühnen lassen sich auf und ab bewegen. Große Leinwände, Ton, Licht – alles ist von hoher Qualität, aber das ist nicht das, woran sich Lars nach der Show erinnern möchte.

Es sind die jungen Leute, die diese Show so besonders machen. Nicht etwa chinesische Künstler, die auf Einrädern Becher auf dem Kopf balancieren. Es sind ganz normale Kinder aus einer ganz normalen Schule mit einem ganz normalen Alltag, die gemeinsam gelernt haben, über sich hinauszuwachsen. Genau darin kann man sich wiedererkennen. Und genau deshalb berührt die Show so.

Die Show dauert 80 Minuten ohne Pause.

Vor und nach der Vorstellung ist der Aktivitätspark vor dem Zelt geöffnet. Zwölf große Trampoline stehen bereit. Ihr Kind kann einige der Dinge ausprobieren, die es gerade auf der Bühne gesehen hat oder gleich sehen wird. Hoch springen, landen und es gleich nochmal versuchen. Viele Kinder wollen dann noch mehr. Lars erzählt, dass einige ihrer neuen Mitglieder im Gymnastikgården genau so zu uns kommen. Sie haben im Zelt gesessen, sich eine Show angesehen, anschließend das Trampolin ausprobiert und sich dann entschieden.

Nach der Show kommen alle Superkids auf die Bühne. Sie begrüßen ihr Publikum, geben Autogramme und lassen sich fotografieren. Für sie ist das keine Pflicht, sondern etwas ganz Besonderes, denn es bedeutet ihnen viel, die Menschen zu treffen, die sie auf der Bühne gesehen haben. Dass ein Kind da steht und um ein Autogramm bittet – für die Superkids ist es genauso aufregend wie für die Fans.

Zwei junge Turnerinnen schweben bei der Flying Superkids-Show über der Bühne durch die Luft.

Ein Spitzensport und noch viel mehr.

Der Gymnastikgården kann etwas, was nur wenige andere Orte können: Er bietet Kindern eine Gemeinschaft außerhalb der Schule. Einen Ort, an dem sie auf jemanden treffen, der etwas von ihnen verlangt. Wo sie mit der Zeit in etwas gut werden, weil jemand etwas von ihnen fordert und ihnen gleichzeitig zeigt, dass sie umsorgt werden. Es ist Leistungssport, aber eben auch etwas anderes. Er stärkt das Selbstwertgefühl eines Kindes von innen heraus, das man ihm von außen nicht vermitteln kann.

Lars spricht mit einer Ernsthaftigkeit darüber, die man spürt. Kinder brauchen eine Gemeinschaft mit klaren Grenzen, damit sie wissen, woran sie sind. Er nennt es Sicherheit durch Grenzen. Wenn ein Kind lernt, dass es vor 1300 Menschen auf der Bühne stehen kann, dass es nach einer Show am anderen Ende der Welt seinen Koffer selbst packen kann, dass es gemeinsam mit Freunden Probleme löst, wenn etwas schiefgeht – dann ist das etwas, das es sein Leben lang begleitet.

Der von Lars beschriebene Superkinder-Effekt beginnt bereits am ersten Tag, an dem ein Kind den Gymnastikgården betritt. Er setzt sich im Zelt fort und begleitet es bis nach Hause.

Später am Abend verlassen Sie die Vorstellung. Sie unterhalten sich über das Erlebte. Ihr Kind fragt vielleicht schon, ob es selbst mitmachen darf. Sie lächeln, weil Sie gerade etwas Besonderes erlebt haben. Sie haben junge Menschen gesehen, die gelernt haben, dass sie gut genug sind, auch wenn sie scheitern. Sie saßen mit 1300 anderen in einem Zelt und haben gespürt, wie sich Freude bis in die äußerste Zeltwand ausbreiten kann.

Man muss nicht bis zur Sommerveranstaltung warten, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Die Turnhalle heißt Gäste herzlich willkommen, und Sie können jederzeit vorbeischauen und den Jugendlichen beim Training zusehen. Es ist eine gute Möglichkeit, die Atmosphäre kennenzulernen, besonders wenn Sie jemanden aus Ihrer Familie mitbringen, der vielleicht auch mitmachen möchte. Kontaktieren Sie den Verein und erkundigen Sie sich nach den Trainingszeiten.

Dieser Artikel entstand in bezahlter Zusammenarbeit mit Flying Superkids. Er basiert auf Christinas Besuch im Gymnastikgården und einem Interview mit Lars. Aarhus Inside hatte volle redaktionelle Freiheit bezüglich des Inhalts.

Praktische Aspekte Fliegende Superkinder

Die Show dauert 80 Minuten ohne Pause und wird für Kinder im Alter von 4-5 Jahren empfohlen.

Der Aktivitätspark außerhalb des Zeltes ist vor und nach der Vorstellung geöffnet.

Spieltermine in Aarhus:

  • Samstag, 23. Mai um 15:00 Uhr (Vorpremiere, ausverkauft)
  • Sonntag, 24. Mai um 10:30 Uhr (Premiere)
  • Sonntag, 24. Mai um 15:30 Uhr
  • Montag, 25. Mai um 10:30 Uhr
  • Montag, 25. Mai um 15:30 Uhr
  • Freitag, 29. Mai um 17:00 Uhr
  • Samstag, der 30. 10. Mai um 30:XNUMX Uhr
  • Samstag, der 30. 15. Mai um 30:XNUMX Uhr

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